Montag, 10. Januar 2011

Tag 2: Santa Cruz (fast nur) in Bildern

Dass in Südamerika nicht immer alles so glatt geht, wie es auf dem Papier geplant steht, durften wir gestern par excellence erleben. "No complaints", wie man in den USA sagen würde. Aber ein wenig ermüdend war es dann doch, dass ein eigentlich zwei Stunden langer Flug in einen gut fünfstündigen mutierte, eine unvorhergesehene Zwischenlandung in und kleine Turbulenzen über Cochabamba inbegriffen. Dem Gruppenbildungsprozess hat es aber gut getan und was sich uns in Santa Cruz de la Sierra bot, entschädigte zusätzlich für die ganze Unbill.

                                                    Rio liegt doch in Bolivien.

                                           Noch einmal Rio. Der Rio Piraí.


                                                     Neben den Füßen, den Autos, den
                                                     Minibussen und den Quads, eines der
                                                     beliebtesten Fortbewegungsmittel.

                                          Leben hinter dem Zaun: eine "gated community".

                                           Ein Krabbenrestaurant in einem Land ohne Meerzu-
                                           gang (der wurde Bolivien im Salpeter-Krieg zwischen
                                           1879 und 1884 von Chile abgenommen).
 
                                          Die UTEPSA, eine von zwei sehr jungen Universitäten
                                          der Stadt.

 
                                                     Nicht der einzige Koloss aus Beton, der
                                                     in Santa Cruz de la Sierra die Straßen
                                                     säumt.


Und auch unsere Gesprächspartner ließen nichts an Kompetenz und Eloquenz vermissen. So zum Beispiel Oscar Ortiz, der letzte Präsident des Senats von Bolivien. Was so klingt, als gäbe es diesen Senat nicht mehr, ist auch richtig. Denn es gibt das Land, das (im Deutschen) einfach nur Bolivien hieß (im Spanischen: República de Bolivia), heute nicht mehr. Heute heißt es Estado Plurinacional de Bolivia, hat eine relativ neue Verfassung und so manches Problem, über das uns Ortiz berichtete. Zum Beispiel: die Autonomie der Departamente. Für die macht sich Ortiz als Vertreter des Departaments Santa Cruz stark. Die Zentralregierung unter Präsident Evo Morales aber gäben ihm zwar mehr Aufgaben. Mehr Geld aber flösse nicht, so der Politiker im Gespräch mit unserer Gruppe. Nur rund zehn Prozent der Einnahmen des Staates erhielten sie und die Kommunen.

Dominik Schottner

Kommentare:

  1. Interessante Hintergrundlektüre für alle, die nicht dabei sind (wie ich...): Demokratische Revolution in Bolivien? In: Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 41-42/2010): http://www.bpb.de/publikationen/XW76AL,0,Demokratische_Revolution_in_Bolivien.html

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  2. Das hier ist auch nicht schlecht:

    http://www.rotbuch.de/programm-3/titel/1012-Das_weisse_Gold_der_Zukunft.html

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